Gemeinsam für die Pflege von morgen
Wer auf Pflege angewiesen ist, braucht Menschen, die ihr Handwerk verstehen. Dafür braucht es eine gute Ausbildung. Im Zürcher Oberland haben rund 20 Betriebe ihre Kräfte genau dafür gebündelt: Das Ausbildungsnetz ZüriOberland hat im Oktober 2026 seinen Betrieb aufgenommen. Gemeinsam nutzen die Mitglieder Wissen, Erfahrung und Ressourcen, um mehr Menschen auszubilden und die Ausbildungsqualität zu stärken. Unterstützt wird dieser Weg durch die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich – als konkrete regionale Antwort auf die Pflegeinitiative.
Ob zu Hause, im Pflegeheim oder im Spital: Gut ausgebildete Pflegefachpersonen werden überall gebraucht. Sie auszubilden, verlangt von den Betrieben viel Engagement, Zeit und Fachwissen. Gerade wenn Berufsbildende fehlen oder personelle Ressourcen knapp sind, wird diese Aufgabe zur Herausforderung. Das Ausbildungsnetz ZüriOberland setzt hier an: Es verbindet Betriebe, macht Erfahrung zugänglich und organisiert Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird.
Mehr Menschen ausbilden und gut begleiten
Das Ziel ist klar: In der Region sollen mehr Menschen einen Pflegeberuf erlernen können und dabei eine fundierte, praxisnahe Ausbildung erhalten. Zusätzliche Ausbildungsplätze und eine gute Begleitung gehören für das Ausbildungsnetz untrennbar zusammen. Dazu bietet es Beratung und Coaching in Ausbildungsfragen sowie Unterstützung durch erfahrene Berufsbildungsverantwortliche und Berufsbildende. Auch kleinere Betriebe sollen dadurch die Möglichkeit erhalten, Ausbildungsplätze anzubieten. Gemeinsam organisierte Tage im Lernbereich Training und Transfer (LTT) verbinden theoretisches Wissen mit praktischen Pflegeaufgaben. Der fachliche Austausch stärkt zudem jene Menschen, die Lernende und Studierende täglich begleiten.
In der Region verwurzelt und miteinander verbunden
Die bisher 19 Mitgliedsbetriebe verbindet die Überzeugung, dass sie gemeinsam mehr für die Pflegeausbildung im Zürcher Oberland erreichen können. Dabei behalten sie ihre Eigenständigkeit: Lernende und Studierende bleiben in ihren Betrieben angestellt, die Verantwortung für die Ausbildung bleibt vor Ort. Das Netzwerk lebt von der Mitwirkung seiner Mitglieder. Sie können ihre Fachpersonen, ihre Erfahrung und ihre Infrastruktur einbringen und die Angebote mitgestalten. Die Geschäftsstelle koordiniert die Zusammenarbeit und entlastet die Ausbildungsverantwortlichen. Damit mehr Zeit bleibt für das, worauf es ankommt: Menschen auf ihrem Weg in den Pflegeberuf zu begleiten.
Dank kantonaler Unterstützung gemeinsam gewachsen
Das Ausbildungsnetz baut auf langjähriger Zusammenarbeit in der Region auf. Die Spitex Bachtel in Wetzikon und das Zentrum Breitenhof in Rüti gaben den Anstoss, diese Kooperationen zu bündeln und dauerhaft zu stärken. Am 25. Juni 2026 wurde der Verein Ausbildungsnetz ZüriOberland gegründet. Mit der Betriebsaufnahme wird aus dem gemeinsamen Vorhaben nun ein nachhaltiges Angebot für die Region. Möglich wurde dieser Aufbau durch die finanzielle Unterstützung der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich im Rahmen der Ausbildungsoffensive zur Umsetzung der Pflegeinitiative. Der Verein dankt der Gesundheitsdirektion herzlich für diese Unterstützung und ihr Vertrauen. Ebenso gilt der Dank den Mitgliedsbetrieben und den engagierten Fachpersonen, die ihr Wissen und ihre Zeit einbringen. Gemeinsam investieren sie in die nächste Generation von Pflegefachpersonen – und damit in die Menschen, die im Zürcher Oberland heute und künftig auf gute Pflege angewiesen sind.
Mitgliederbetriebe
Alters- und Pflegeheim Blumenau AG, Bauma
Alters- und Pflegeheim Böndler und Spitex Bauma, Bauma
Alters- und Pflegeheim Breitlen, Hombrechtikon
Alters- und Pflegeheim Nauengut Dürnten, Tann
Alters- und Pflegezentrum Rosengasse, Russikon
GerAtrium Pflegezentrum, Pfäffikon ZH
GZO AG Spital Wetzikon, Wetzikon
Pflege- und Betreuungszentrum Sonnhalde AG, Grüningen
Pflegezentrum Wildbach, Wetzikon
Spitex Bachtel, Wetzikon
Spitex Bäretswil, Bäretswil
Spitex Dürnten, Tann
Spitex Regio ZO, Fehraltorf
Stiftung Alterszentrum / Spitex Sophie Guyer, Pfäffikon ZH
Stiftung Drei Tannen, Wald
Stiftung Lichthof, Uster
Stiftung Loogarten, Esslingen
Stiftung Wohnen im Alter Hinwil
Zentrum Breitenhof, Rüti
Weitere Informationen
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Jens Weber
Vereinspräsident
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